Hier können Sie alle Weine nach Gesamtgruppen geordnet finden.
Hier sind alle nicht in Eichenfässern gereiften Weine aufgeführt.
Das ist nicht gleichbedeutende mit "einfachen" oder "preiswerten" Weinen. Darunter finden sich Spitzenweine wie die von Plageoles, der partout keine Verfälschung durch etwas anderes als die Trauben haben möchte.
Die hier aufgeführten Weine können eine deutliche Holznote haben. Zum größten Teil werde nicht nur neue Fässer benutzt, üblich ist ein jährlicher teilweiser Austausch (25-33%) der ältesten Fässer.
Diese Weine vermögen es, eine zeitliche Zerdehnung der Sensationen herbei zu führen. Das ist bei sehr dichten und komplexen Mischungen sehr willkommen und kann zu einem Erfahrungszuwachs führen, der immer von gesteigerter Freude begleitet wird.Eher selten zu finden, sind sie hier unten weit verbreitet. Die alten Rebsorten haben genug Kraft und eine Unmenge an Aromen um der Holznote der Eiche etwas entgegen zu setzen.
Heraus kommen unglaublich volle und aromatisch langanhaltende Tropfen. Für manche undenkbar, für andere ein Genuß.
Einmal probiert, ist man überzeugter Anhänger im Kampf gegen alte Vorurteile den Rosé betreffend. Man muß sie dann trotzdem nicht als persönliche Favoriten küren, aber deren Kraft und Fülle ist anerkennenswert und bei keinem anderen Wein, sind derartige Aromaexplosionen in der Nase zu finden.
Die vielleicht wahre Spitzenleistung hier unten im Gaillac. Noch überraschender als die Mousseux wird mit dieser Gruppe der Kraft und Aromafülle der Reben im Gaillac ein Denkmal gesetzt. Man muß keine Tante oder Oma sein, um bei deren Genuß hinweg zu fließen. Ein Kennenlernmuß für alle die exquisite Süßwaren oder einfach Unvergleichliches lieben.
Die konsequente Fortführung. Durch die Dichte der Aromen dieser süßen Bomben schreit es geradezu nach einem vanilligen Nebenton. Das Sahnehäubchen im übertragenen Sinne.
Mit diesen Produkten kehren wir an die Wurzeln des gaillac'schen Winzertums zurück. Vin effervescent wird er hier genannt und eines seiner Synonyme ist auch gaillacoise weil die Methode hier seit alters her bekannt ist und zu Spitzenprodukten führt.
Der Hintergedanke ist neben der mit viel Risiko behafteten Einfachheit, ein puristischer. Einmal angesetzt und abgefüllt besteht keine Möglichkeit mehr, Einfluß zu nehmen. Was letztendlich heraus kommt ist unbekannt und in jedem Jahr erwartet einen eine Überraschung. Hier darf man nicht den vom letzten Jahr erwarten. Noch nicht einmal etwas ähnliches. Eher findet man bei einem anderen Winzer in folgenden Jahr einen der dem jetztigen gleich kommt.
Aber eins ist sicher - keine andere Methode sichert besser den Erhalt der Aromen und eines Eigencharakters als diese.
Im Gegensatz zu traditionell hergestellten Schaumweinen, die eine zweistufige Verarbeitung erfahren, bei der in Stufe Zwei noch einmal regulierend eingegriffen werden kann und nachgezuckert wird, muß die angesammelte Süße der Trauben hier ausreichen und nach der Abfüllung ist der Zug abgefahren. Es soll dahingestellt sein, ob das die angemessene Methode ist. In der Champagne, wegen der geringen Eigenzuckerbildung der Reben ist es jedenfalls unerlässlich. Die Regie ermöglichst so aber auch eine Feinregulierung, die es einigermaßen sicher stellt, daß über die Jahre der Charakter gleich bleibt.
Alle hier vorgestellten Mousseux sind Brut oder meist gar Brut nature, was einem wegen der völlig ungewohnten Aromasensationen fremd vorkommt und man einen Demi-sec vermutet. Tatsache ist - sie sind knochentrocken.